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Frauenkirche:
Der Nürnberger Hauptmarkt, der
früher Schauplatz ritterlicher Turniere war, ist heute vor allem
durch den berühmten Christkindlesmarkt bekannt, der mit 400-jähriger
Tradition als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands gilt.
Am Hauptmark steht die von 1352 bis 1358 errichtete Kirche
”Zu unserer Lieben Frau,” die Kaiser Karl IV. stiftete und die
die erste Hallenkirche Frankens war. Am Giebel, der sich
über einer wappengeschmückten Balustrade erhebt, befindet
sich eine Kunstuhr aus den Jahren 1506-09, und der Giebel
bekrönt das Hauptportal. Täglich um 12 Uhr beginnt
das ”Männleinlaufen” am Giebel der Frauenkirche. Das
Uhrwerk bewegt kleine Figuren, die sieben rotgekleidete
Kurfürsten und Karl IV. darstellen. Im Laufe des Spiels
huldigen die Kurfürsten dem Kaiser. Das Männleinlaufen
erinnert an die Verkündigung des ersten Teils
der ”Goldenen Bulle,” die Kaiser Karl IV. 1356 in
Nürnberg unterzeichnete. Dieses Reichsgesetz legte die
bevorzugte Stellung der Kurfürsten fest, und dabei wurde
jeder neue König durch das Gesetz verpflichtet, seinen
ersten Reichstag in Nürnberg abzuhalten. Die Frauenkirche
gilt als eines der wichtigen gotischen Bauwerke, die nach
dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurden. Im Bild
sieht man nicht nur die Frauenkirche, sondern vor der Kirche
eine große Mülltonne, die auf die Sanierung der
Frauenkirche hindeutet.
The Hauptmarkt (main marketplace) in Nuremberg, which earlier
was the scene of knightly tournaments, is known today above all for the
famous Christkindlesmarkt (Christmas fair), which, resulting
from a 400-year old tradition, is regarded as one of Germany's oldest
Christmas markets. On Hauptmarkt stands the church ”to our
beloved lady,” which was built from 1352 to 1358. Kaiser Karl IV.
founded the church, which was the first hall church in Franconia.
On the gable, which surmounts the main portal and rises over a balustrade
and is decorated with coats of arms, one can find a clock, artfully created
in 1506-09. The Männleinlaufen (running of the little men) begins
daily at noon on the gable of the Frauenkirche. The clockwork moves
the little figures, which represent seven prince electors dressed in red and
Karl IV. During these movements, the prince electors pay homage to the
emperor. The Männleinlaufen is a reminder of the first part of
the Goldenen Bulle (gold bull), which Kaiser Karl IV. signed in
Nuremberg in 1356. This law of the empire determined the preferred
site of the prince electors, and with that each new king was obligated to
hold his first Reichstag (imperial diet) in Nuremberg.
The Frauenkirche is regarded as one of the most important
Gothic buildings that were rebuilt after the Second World War. In
the picture, one sees not only the Frauenkirche but, in front of the
church, a large trashcan, which indicates the renovating of
the Frauenkirche.
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